Wer Wir Sind

Bei energywise dreht sich alles um einen gesunden und nachhaltigen und Lebensstil. Um ein Leben in Einklang und Glück.

Wir Leben in einer turbulenten Zeit. Die Welt dreht sich schneller und schneller. Wir merken immer deutlicher, wie sich das Klima verändert, welche Auswirkungen unser Schaffen auf den Planeten und alle Lebewesen hat.

Doch auch unsere Gesundheit wird immer mehr in Mitleidenschaft gezogen. Müdigkeit, Kraftlosigkeit und chronische Erkrankungen treten häufiger auf und betreffen auch junge Menschen.

Viele von uns haben den Wunsch, die Welt besser zu machen. Die meisten wissen jedoch gar nicht, wie sie einen wirklichen Beitrag leisten können. Dabei ist es so einfach!

Auch deine Gesundheit kannst du ganz leicht in die Hand nehmen. Je mehr pflanzliche Lebensmittel du in deine Ernährung integrierst, desto besser geht es dir.

Hier erfährst du unsere Story, wer wir sind und welche Hindernisse wir auf unserem Weg überwunden haben.

Viel Spaß beim Lesen!

Christina’s Geschichte

Mein persönlicher Weg zur Gesundheit war weit, wortwörtlich. Geboren bin ich am 4. Juli 1984 in Omsk, Sibirien als Tochter zweier Studenten (Maschinenbau / Deutsch). Meine Eltern waren blutjung und hart arbeitend. Ernsthaftigkeit und Pflichterfüllung gehörte zum guten Ton und färbte auch auf mich ab. Ich war ein fleißiges, hilfsbereites und braves Kind, wenn auch furchtbar schüchtern, mit einem Hang zum Einzelgängertum. Einiges davon hat sich zum Glück geändert, doch das Verantwortungsgefühl für meine Mitmenschen, die Tiere und die Umwelt ist geblieben.

Kränkliches Kleinkind

Wenn es um die Ernährung ging, meinten es meine Eltern gut mit mir. Hauptsächlich aßen wir Kartoffeln und Getreide, jedoch bekam ich schon im Kleinkindalter Fleisch, Fisch, Eier und vor allem viel Kuhmilch. Du könntest annehmen, dass ich entsprechend zu einem kräftigen Kind heranwuchs, doch das Gegenteil war der Fall.

Ich war kränklich, lang zweimal mit Lungenentzündung im Krankenhaus, bekam Unmengen an Antibiotika und hatte überdies noch ein Loch in der Herzscheidewand. Nur die beherzte Weigerung meines Vaters hat mir eine OP erspart. Ohne zu übertreiben, meinte meine Mutter, es hätte das ein oder andere mal auch mit mir vorbei sein können.

Zudem aß ich sehr wenig, mein Bauch schwoll an und in ihrer Verzweiflung ging meine Mutter zur Chiropraktikerin. Sie renkte meinen Magen ein und meinte, jetzt wird alles gut – doch es half nichts. Ich wollte nicht essen und so wuchs ich nur langsam und zart heran, was jedoch dem Schönheitsideal entsprach und nicht weiter auffiel. Ich könne ja Ballerina werden, so der ernsthafte Vorschlag einer Erzieherin in der Kinderkrippe. Mein Vater hielt jedoch nichts davon. Ich sollte lieber meinen Verstand verwenden.

Heute vermute ich, dass ich aufgrund der Antibiotika bereits damals eine gestörte Darmflora hatte und damit einhergehend all die “nahrhafte” Kost nicht vertrug. Auch eine Autoimmunkrankheit deutete sich durch peinliches Bettnässen an. Doch dazu später mehr.

Im Gegenteil, eine Anekdote besagt, dass ich als Baby beinahe an einem Stückchen Fleisch erstickt sei. Es blieb in meiner Luftröhre hängen und mein Vater sah sich gezwungen, mich kopfunter an den Beinen zu schütteln. Mein Kopf war schon ganz blau, als ich es endlich heraushustete – eine ernstzunehmende Gefahr, die echten Karnivoren wie Katzen nicht droht, weil ihre Luftröhren anders gebaut sind. Im Gegensatz zu uns (Pflanzenfressern) können sie jedoch an einer Pflanzenfaser ersticken. Zufall?

Kindheit auf dem Bauernhof

Doch auch positive Entwicklungen wurden in meiner frühen Kindheit angeregt. Meine Großeltern mütterlicherseits lebten auf einem Bauernhof, den wir regelmäßig besuchten. Wenn meine Mutter Prüfungen an der Uni hatte, verbrachte ich dort mehrere Wochen am Stück. Sie bauten ihre Kartoffeln selbst an, zogen Gemüse und Kräuter im Garten und hatten auch einige Kühe, Schweine, Hühner, Tauben, Katzen und einen großen Hofhund.

Aus der Sicht einer Zweijährigen ähnelte er mehr einem wuscheligen Löwen. Heimlich verkroch ich mich bei ihm in der Hundehütte, kuschelte mich an und kraulte ihm das Fell. Einmal mussten die Erwachsenen lange nach mir suchen, was mir, ich gebe es zu, durchaus Vergnügen bereitete. Als mein Geheimversteck aufflog, gab es viel Gelächter und meine Oma gab mir kurzerhand eine große Bürste, um den Löwen zu striegeln. Selbst für die Hundehaare hatte die tüchtige Clanchefin Verwendung und strickte daraus warme Socken für den Winter.

Dass meine Großeltern friedlich mit Tieren zusammenlebten und diese gleichzeitig ab und an als Mahlzeit auf dem Tisch landeten, fiel mir als Kleinkind überhaupt nicht auf. Da ich ohnehin, auch auf dem Bauernhof, die Nahrung verweigerte, kam ich nicht in den zweifelhaften Genuss tierlicher Produkte, außer von frisch gezapfter Milch. Davon konnte ich allerdings nicht genug bekommen.

Als einmal die Kühe bei uns auf dem Hof keine Milch gaben (ja, auch das kommt vor, wenn sie nämlich keine Kälbchen haben!), schlich mein Großvater in die Kolchose und nahm welche mit. Als Tierarzt hatte er zudem den Vorteil, dass er ganz genau wusste, welche Kuh die beste Milch gab.

Auffällig war jedoch für mich schon damals, dass bestimmte Tiere, nämlich Hunde und Katzen, frei herumlaufen und mehr oder weniger machen konnten, was sie wollten. Andere wiederum waren im Stall angebunden (Kühe) oder eingesperrt (Schweine), während zur Brutzeit im Frühling hunderte von Küken in einem riesigen Käfig aus Maschendrahtzaun gestopft wurden. Aus einem Loch im Zaun entkamen einige dieser kleinen Hühnchen und wurden von mir prompt verfolgt. Sie waren allerdings viel zu flink, als dass ich sie hätte einfangen können.

Als Nahrung genoss ich vor allem in der warmen Jahreszeit frische Gurken mit Salz und Petersilie sowie Möhren aus dem Gemüsegarten meiner Oma. An Bratkartoffeln, Hühnersuppe oder Pfannkuchen kann ich mich ebenfalls erinnern. Auch Spiegel- oder Rührei aß ich gern. Dass es sich dabei um tierliche Produkte handelte, wusste ich als Zweijährige nicht. Auch dass meine Großeltern einmal pro Woche ein Huhn schlachteten, bleib mir verborgen.

Bei meinem letzten Besuch war ich knapp über fünf Jahre Alt. Das war noch vor unserer Auswanderung nach Deutschland im Herbst 1990. Ich hatte nie die Möglichkeit, das Leben auf dem Bauernhof aus der erwachsenen Sicht zu erleben. Die zahlreichen Widersprüche fielen mir nicht auf. Was bleibt ist jedoch die Empathie für alle Tiere als unsere Mitgeschöpfe, die Freundschaft mir Hunden und Katzen und die klare Erfahrung, dass ein Bauernhof nichts mit Massentierhaltung zu tun hat.

Perestroika

Später, als meine Eltern mit mir nach Kasachstan zogen, wurden unsere Besuche auf dem Bauernhof immer seltener. Dafür gab es jetzt riesige süße Früchte vom Markt –Wassermelonen, Honigmelonen, Weintrauben, Datteln und Walnüsse – all die leckeren Sachen, die mir besser schmeckten als Schokolade. Doch auch Butter, Quark, Stockfisch und ab und zu auch Fleisch kamen immer wieder auf den Tisch.

Als die wirtschaftliche Situation immer angespannter wurde, gab es nur noch Brot, Nudeln und Graupen zu essen. Mir machte es nichts aus, wenn nicht das traurige Gesicht meiner Mutter gewesen wäre. Beim täglichen Einkauf mit meinem gerade geborenen Baby-Bruder im Kinderwagen besuchten wir immer wieder aufs neue gähnend leere Geschäfte. Einmal wies ich auf ein bereits etwas krümeliges Brot in einer Vitrine hin. “Warum können wir nicht das hier mitnehmen, Mama?” – “Das ist nicht mehr gut.”, meinte sie resigniert.

Trotz unserer beinahe vegan / vegetarischen Kost hatte niemand Angst vor Mangelerscheinungen. Das Leben nahm seinen gewohnten Lauf – nur das meine Familie nun für die Auswanderung packte. Wir ließen beinahe alles zurück, meine geliebten Spielsachen, das Auto und Motorrad meines Vaters, die Datscha meiner Großeltern väterlicherseits und nicht zuletzt meine Familie in Sibirien.

Als wir schließlich in Deutschland ankamen, fiel mir kulinarisch zuerst der scheußliche Geschmack der Milch auf. Darauf habe ich sie nie mehr so genossen wie früher. Auch alle möglichen Lollis, Zuckerstangen, Schokolade und weißes Toastbrot kamen jetzt auf den Tisch. Innerhalb weniger Monate musste ich zum Zahnarzt, weil meine Zähne Karies hatten – eine Erfahrung, die mir in der Sowjetunion erspart geblieben war, obwohl ich nur einmal pro Tag meine Zähne putzte.

Die Besuche beim Zahnarzt waren beinahe schrecklicher als im Krankenhaus und nahmen nach meinem Empfinden kein Ende. Auch hatte ich immer wieder bakterielle Entzündungen rund um den Mundbereich, was ich heute ganz klar auf eine Fehlernährung zurückführe. Die Ironie der Geschichte ist, dass ich während der “Mangeljahre” in Kasachstan eine vielfach bessere Gesundheit aufwies als in der Überflussgesellschaft Deutschland.

Meine persönliche Erfahrung deckt sich erstaunlicherweise mit vielen Statistiken aus den Kriegsjahren. Die Bevölkerung Westeuropas wies damals nämlich trotz – oder wegen! – des Mangels an tierlichen Produkten eine bessere Gesundheit auf, als zwischen und geschweige denn nach den beiden Weltkriegen. Herzkrankheiten, Diabetes und Krebs waren beispielsweise in Norwegen und Dänemark auf einem nie gekannten Tief. Dies veranlasste die klugen Dänen dazu, ihre Tierhaltung während des 1. Weltkrieges komplett einzustellen und sich pflanzlich zu ernähren. Deshalb mussten sie auch im Gegensatz zu den Deutschen während der britischen Seeblockade keinen Hunger leiden.

Die Auswanderung hat mein Verständnis dafür geschärft, dass eine Gesellschaft nicht einfach “gegeben” ist, sondern ständig im Wandel begriffen. Das lässt Raum für jede Bürgerin* und jeden Bürger*, sich einzubringen und soziale Bewegungen zu unterstützen – für mehr Tierwohl, Gesundheit, Gerechtigkeit und eine intakte Umwelt.

Junge Tierärztin

Mein Großvater war Tierarzt auf dem Land und nahm mich mit gerade mal 2-3 Jahren auf seinem Motorrad mit auf Visite. Seine Liebe und Fürsorge für die Tiere eignete ich mir an. Meistens gab es bei seinen Besuchen Medikamente in Form von Spritzen und Tabletten für kranke Schweine und Kühe (sic!). Einmal fragte er mich, ob ich bei der Geburt eines Kälbchens dabei sein will. Kurzerhand sagte ich “Nein.” Das Wunder der Geburt hat mich anscheinend schon damals nicht interessiert.

Trotzdem wollte ich lange Zeit ebenfalls Tierärztin werden und habe schon in der Grundschule ein Praktikum im Tierheim “Wau-Mau-Insel” sowie später beim Tierarzt absolviert. Dort stellte ich schließlich fest, dass ich kein Blut sehen kann und meine ausgeprägte Empathie am OP-Tisch eher zu Kreislaufversagen führt. So musste ich wohl oder übel meine “Karriere” als Tierärztin an den Nagel hängen und mir etwas anderes einfallen lassen.

Meine Tierliebe habe ich mir jedoch erhalten, was noch verstärkt wurde, als wir eine Hauskatze aufnahmen. Benny, so hieß unser Kätzchen, wurde mein erster Zögling (neben meinem kleinen Bruder). Jeden Tag freute ich mich darauf, nach der Schule nach Hause zu kommen, ihn zu füttern und mit ihm zu spielen. Er wurde zu einer wichtigen emotionalen Stütze, gab mir den so sehr in meiner Kindheit fehlenden Körperkontakt und sorgte mit seinen Eskapaden einfach für gute Laune!

Der Unterschied zwischen “Haustieren” auf der einen und “Nutztieren” auf der anderen Seite leuchtete mir nie wirklich ein. Zwar würde ich eine Kuh nicht im Wohnzimmer halten und auf meine Couch lassen, jedoch fand ich das Quälen und Töten dieser Tiere schon immer grausam und unnötig. Später erfuhr ich, dass dieser Unterschied tatsächlich gesellschaftlich bedingt, also künstlich ist. Dafür gibt es den Namen “Speziesismus”, in Anlehnung zu Rassismus.

Ich kann nicht genau sagen, wann mir bewusst wurde, dass das Schnitzel auf meinem Teller ein Tier war. Doch vermutlich war mir der Zusammenhang schon als Kind mehr oder weniger bekannt, da ich ja ganz genau wusste, was eine Kuh, ein Schwein oder ein Huhn ist: nämlich ein Lebewesen mit Gefühlen, das etwas essen und frei herumlaufen möchte, das auch mal krank wird und gesund gepflegt werden muss. Insofern war es gar nicht so anders als ich.

Vor allem hatte ich jedoch aufgrund meiner Bauernhof-Jahre eine emotionale Verbindung zu Tieren, die den meisten Großstadtmenschen einfach fehlt. Insofern bin ich dankbar für meine frühe Kindheit, die mir vielfältige, wenn auch nicht immer einfache Erfahrungen beschert hatte.

Vegetarier-Jahre

Mit 17/18 hatte ich mehrere Freundinnen, die vegetarisch lebten und mich damit inspirierten. Da ich ohnehin tierlieb war, leuchtete mir diese Lebensweise gleich ein. Ich stellte mir die grausam getöteten Tiere vor und konnte mir nicht vorstellen, da länger mitzumachen. Zudem konnte ich an meinen Freundinnen beobachten, dass sie kerngesund und sogar sportlich waren. “The proof is in the pudding.”, habe ich mir also schon damals zum Motto gemacht.

Gleichzeitig machte mir jedoch der Gedanke Sorge, weiterhin Milchprodukte und Eier zu mir zu nehmen – aus rein ethischen Gründen. Ich verstand nicht, warum das Schlachten von Tieren für Vegetarier ein grausames Verbrechen ist, aber die Versklavung von Kühen und Hühner vollkommen okay. Schon damals habe ich angefangen, mich rein pflanzlich zu ernähren und was soll ich sagen: Ich fühlte mich schlagartig leichter, meine Fitness verbesserte sich, meine Haut war reiner und auch die Teenager-Depression verschwand.

Leider hatte ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis keine veganen Vorbilder, das Internetz gab es noch nicht und auf die Idee, mir Bücher aus der Bibliothek zu leihen, kam ich einfach nicht – falls ich die überhaupt gefunden hätte. Vegan war eben noch kein Trend, keine Kochbücher, kein Youtube, keine Podcasts, keine Bestätigung für meine gesundheitlichen Erfahrungen. In Kassel, wo ich aufwuchs, kannte ich nur ein winziges Reformhaus mit “gesunden” Lebensmitteln, das damals schon eine seltsame Faszination auf mich ausgeübt, mich jedoch nicht überzeugt hat.

So wechselte ich nach einigen Wochen von einer rein pflanzlichen zu einer vegetarischen Lebensweise. Damit kamen auch die Pickel, Fettpölsterchen und depressiven Verstimmungen zurück, doch den Zusammenhang konnte ich damals nicht sehen. Es war für mich einfach “normal”, sich mehr oder weniger schlecht zu fühlen.

Überdies machte ich schon damals Erfahrungen damit, als Vegetarierin gemobbt zu werden. Das passierte vorrangig in meiner Fleisch-liebenden Familie. So gehörten dumme Sprüche und “nicht so gemeinte” Witze bei Jubiläums-, Geburtstags- und Weihnachtsfeiern zu meinen ständigen Begleitern. Ich machte mir nichts draus und gewöhnte mir eine fette Anti-Haltung an. Die konnten mich mal!

Im Freundes und Familienkreis wurde ich als Vegetarierin problemlos akzeptiert. Mehr noch, in den alternativen und intellektuellen Kreisen, in denen ich zu verkehren begann, gehörte es sogar zum guten Ton, Vegetarier (warum nicht Veganer?) zu sein. Irgendwann war ich so drin in der “Szene”, dass ich manchmal dachte, die ganze Welt lebte bereits vegetarisch und wunderte mich stirnrunzelnd, wenn mir doch mal ein Fleischesser über den Weg lief.

Ich ahnte damals nicht, dass es einen gehörigen Unterschied macht, ob ich zu den 10 % Vegetarier*innen oder lediglich zu 1 % Veganer*innen gehörte. Später, als ich schon vegan lebte, schallte mir vor allem in gemischten Gruppen abgrundtiefes Misstrauen und unterschwellige Feindlichkeit entgegen. Und so wundert es mich nicht, dass Veganer*innen statistisch betrachtet auf der sozialen Hierarchiestufe noch unter Homosexuellen und Transmenschen stehen.

Low-Carb Experiment

Während eines Auslandsaufenthalts in Moskau trennte ich mich von meinem ersten langjährigen Freund und begann mit der Rebellion gegen die Rebellion. Ich aß wieder Fleisch, um mich von ihm abzugrenzen und in das neue konservative Umfeld hinein zu passen – die Macht, die unser soziales Milieu auf uns hat, sollte mir erst später bewusst werden.

Wie so viele frustrierte junge Frauen Anfang 20 wollte ich etwas in meinem Leben verändern – und begann mit meinem Gewicht. Irgendwo (war es im Fernsehen, im Radio?) hatte ich gehört, dass Kohlenhydrate schlecht für mich sind und dick machen. Ich ließ sie weg. Dafür gab’s mehr Fleisch.

Das Ergebnis: Ich wurde dünner und fühlte mich beschissen. Meine Haut sah immer schlimmer aus und auch die Haare wurden dünner. Ich schob es auf das Wasser in Moskau, zu wenig Sonnenschein und ignorierte geflissentlich, das ich mich schlecht ernährte.

Wohlgemerkt nahm ich weder Junkfood noch Chips oder Süßigkeiten zu mir. Keine zuckrigen Limonaden oder ähnliches. Fleisch, Fisch, Käse und Gemüse. That’s it. Was hat gefehlt? Natürlich die Kohlenhydrate! Schließlich verbrennen unsere Zellen vorrangig Zucker und unser Gehirn verwendet sogar ausschließlich Glukose zur Energiegewinnung.

Doch woher sollte ich das wissen? Ich studierte gerade Jura und ganz ehrlich: Auch Medizinstudent*innen erfahren nicht mehr über die Zusammenhänge von Ernährung und Gesundheit. Ernährungswissenschaft ist nicht mal ein Pflichtfach in ihrem Studium! Und selbst wenn: was dort erzählt wird, würde ich, drastisch ausgedrückt, zwischen Propaganda und Esoterik ansiedeln.

Viele Jahre später, als ich mich bereits pflanzlich ernährte, besuchte ich übrigens eine Ernährungsberaterin, die mit meiner Hausärztin in einer Praxis arbeitete. Was soll ich sagen? Sie schielte bei unseren Gesprächen etwas gehetzt auf ihre Sporttasche. Ins Fitnessstudio ging sie anscheinend oft. Doch trotzdem war sie übergewichtig! Wahrscheinlich folgte sie der geläufigen Ernährungspyramide und bezog gehorsam Fleisch, Fisch, Milch und Eier in ihre Ernährung ein.

Zu ihrem Verdienst gehört jedoch, mich nicht zu irgendetwas gezwungen und meine rein pflanzliche Ernährung (!) als gesund befunden zu haben! Ich zeigte brav Ernährungstagebücher vor, ließ Bluttests über mich ergehen und bekam die Bestätigung: “Alles prima, weiter so!”

In Moskau allerdings war ich noch weit davon entfernt. So ist es auch kein Wunder, dass das Jahr 2007 / 2008 gesundheitlich leider zu einem der schlimmsten gehört. Chronische Müdigkeit, Mangelerscheinungen und depressive Verstimmungen machten mir das Leben schwer. Doch ich biss auf die Zähne und tat einfach so als ob. “Alles ist gut.”

Psoriasis, Müdigkeit und Übergewicht

Im September 2008 zog ich nach Berlin und gab das Fleischessen wieder auf. Schließlich war die Tierbefreiung nicht nur eine Erfindung meines Exfreunds, sondern entsprach auch meinen eigenen Werten. Ich aß jedoch weiterhin Milchprodukte und Eier, ab und an auch Fisch, was bald einige gesundheitliche Probleme mit sich brachte.

Standardmäßig für so viele Vegetarier*innen hatte ich einen ausgeprägten Eisenmangel, den ich mit Eisentabletten bekämpfte. Damals schon appellierte meine Ärztin an mich, doch wieder Fleisch zu essen und es kamen ernsthafte Zweifel bei mir auf, ob es so gesund sei, was ich tue.

Jedoch wussten weder ich noch die Ärztin, dass in pflanzlichen Nahrungsmitteln, vor allem in grünem Blattgemüse und Hülsenfrüchten, mehr als genug Eisen vorhanden ist. Der Mangel lag also nicht an der pflanzlichen Kost, sondern im Gegenteil an den vielen Milchprodukten, die aufgrund ihres unnötig hohen Calziumgehalts die Eisenaufnahme hemmen.

Ich war immer noch schlecht informiert und verließ mich auf Hörensagen. Einer meiner Mitbewohner*innen lebte zwar vegan, doch der hatte leider auch keine Ahnung, was er da tut und machte ständig Sorgen, ob er denn genügend Protein bekäme. Seine Haut war ganz fahl und leichte Augenringe zierten sein Gesicht. Das animierte mich nicht, seinem Lebensstil zu folgen und auch sonst war er nicht gerade ein freundlicher Zeitgenosse.

Also aß ich wieder Fleisch – diesmal höchstens ein bis zweimal die Woche und mit schlechtem Gewissen. Doch statt mich besser zu fühlen, hatte ich so wenig Kraft wie noch nie. Ich kam morgens nicht aus dem Bette und war ständig zu spät an der Arbeit. Nach dem Mittagessen, funktionierte mein Gehirn praktisch nicht, Foodcoma, auch Kaffee half da nicht mehr. Nach dem deftigen Abendessen (Lasagne Bolognese oder Pizza Quattro formaggi) war ich so fertig, das ich schon um 19 Uhr hätte ins Bett fallen können. Aufstehen, arbeiten, schlafen – mehr war nicht drin.

Neben einigen Alpträumen mit Schlachthausszenen kamen schleichendes Übergewicht und eine sich zunehmend verschlechternde Haut hinzu. Zwei bis dreimal pro Woche tigerte ich ins Fitnessstudio – doch die Milch- und Protein-Shakes, die mir der Trainer großzügig ausgab, schienen mich nur noch dicker und müder zu machen. Zudem kamen Schmerzen in der linken Brust hinzu. Erschrocken ging ich zu meiner Hausärztin, die mit mir Bluttests durchführte und versicherte, dass alles in Ordnung sei. Ich sei ja “noch jung”.

Später erfuhr ich, dass tatsächlich immer mehr junge Frauen Ende zwanzig einen Herzinfarkt bekommen, der sich vorher durch Brustschmerzen ankündigt. Leider werden sie von Ärzt*innen immer noch nicht ernst genommen. Ihre Beschwerden werden als Hysterie und Spinnerei abgetan und die dringend notwendige Hilfe nicht gewährt. Ein Skandal, wie es so viele gibt in unserem heutigen Gesundheitssystem.

Schließlich attestierte mit ein Hausarzt Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt. Meine Haut schlug aus: auf dem Rücken, der Brust und oberhalb der Augenbrauen. Die verschriebenen Crèmes und Salben halfen nicht. Eine Zeit lang bestellte ich teure Kosmetikprodukte aus Israel mit Heilerde aus dem Toten Meer. Alles umsonst. Mein Hautarzt meinte lapidar, dass die Medizin die Ursache für Psoriasis nicht kenne und es auch keine Aussicht auf Heilung gäbe.

Die Pflanzliche Lösung

“Wahrscheinlich liegt es am Stress.” Cool. Nenne mir eine Person in dieser Gesellschaft, die keinen Stress hat. Mir wurde klar, dass ich mich nicht auf die Schulmedizin verlassen darf und nahm meine Gesundheit selbst in die Hand. Ich ging in die nächste Buchhandlung und griff mir “Peace Food” von Rüdiger Dahlke. Später kamen Wälzer wie die “China-Studie”, “Die High-Carb Diät” und “How Not To Die” hinzu.

Ich wurde auf von einem Tag auf den anderen vegan und schaute nie mehr zurück. Im Selbststudium habe ich eine Vielzahl an Fachbüchern, medizinischen Vorträgen, Populär-Literatur und Videos verschlungen und mir das Wissen angeeignet, dass ich heute mit dir teile. Hinzu kommen eigene positive Erfahrungen mit der Heilung meiner Krankheiten. Ach ja, war da was?

  • Psoriasis (Schuppenflechte): starke Verbesserung bis Heilung. Mein Rücken und meine Brust sind heute fast frei von Ausschlag. Auch die Haut über meinen Augenbrauen hat sich beruhigt.
  • Chronische Müdigkeit: geheilt. Ich habe von früh bis spät Energie, Schlafe hervorragend, bin fit und ausdauernd. Dabei trinke ich keinen Kaffee und Grüntee nur ab und zu, weil er mir schmeckt.
  • Übergewicht: weg. Mein Gewicht hat sich ohne Diät bei 53–55 kg eingependelt, bei einer Körpergröße von 160 cm.
  • Dünner werdendes Haar: geheilt. Mein Haar wächst heute kräftiger denn je. Leichte Geheimratsecken, die ich vorher hatte, sich zugewachsen.
  • Unreine Haut: geheilt. Ich habe ein gesundes und reines Hautbild, ohne viel dafür zu tun. Zudem ist meine Haut straff und jugendlich. Mit meinen 34 Jahren werde ich eher für eine 20-Jährige gehalten.
  • Brustschmerzen: geheilt. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wo mich meine Fleisch-, Eier- und Milchkost hätte bringen können. Gut, dass das vorbei ist!

Willst du wissen, wie das Geheimrezept lautet? Es passt auf einen Bierdeckel: eine auf stärkehaltigen Lebensmitteln basierende rein pflanzliche Ernährung.

Das bedeutet Kartoffeln, Reis, Nudeln, Bohnen, Tortillas, Brot in Kombination mit frischem Gemüse, Obst und einigen Nüssen. Ausgeschlossen sind Produkte tierlichen Ursprungs wie Fleisch, Wurst, Fisch, Hühnchen, Milch, Käse, Quark, Joghurt, Eier und Honig.

Zum Glück gibt es jedoch zahlreiche Ersatzprodukte, die dir den Übergang zu einer pflanzlichen Ernährung ganz einfach machen.

Chris & Vince

Im Januar 2016 lernte ich Vincent bei einem Bewerbungsgespräch kennen. Mit seiner ruhigen Art und seinen Chucks war er mir sofort sympatisch. Schnell entdeckten wir unsere gemeinsame Leidenschaft für Social Media und Blogging. Doch ich dachte mir auch, der Typ kann ein paar Bananen vertragen. Diese Story erzählt er dir aber lieber selbst:

Vincent’s Geschichte

Bevor ich Christina kennenlernte, ging es mir körperlich sehr schlecht. Meine Ernährung bestand hauptsächlich aus Fast- und Junkfood. Es war so schlimm, dass ich kaum mehr das Haus verlassen konnte. Selbst bei einem kleinen Spaziergang ging mein Puls auf 180. Ich war depressiv und hatte Panik Attacken. Selbst meine Ärztin konnte mir nicht helfen und hat mir lediglich Beruhigungsmittel verschrieben.

Was mich damals verwundert hat, war, dass meine Blutwerte normal waren. Lediglich zu viel Kalzium war zu finden. Und das, obwohl ich körperlich in einer miserablen Verfassung war. Zwar wusste ich, so kann es nicht weitergehen, den Willen etwas zu ändern konnte ich jedoch nicht aufbringen.

Fast forward bis Januar 2016, als ich Christina kennenlernte. Durch sie hat sich viel verändert. Endlich hatte ich die Motivation und auch ein Vorbild, meine Ernährung umzustellen und gesund zu sein. Damals war mir die vegane Ernährung mehr als suspekt und ich hatte eine Menge Vorurteile. Heute, knapp 3 Jahre später geht es mir besser als jemals zuvor und ich bin dankbar, durch Christina neue Gewohnheiten gelernt zu haben.

Ich habe mehr Energie, fühle mich lebendig, kann Sport machen, meine Haut sieht gut aus und ich kann soviel essen, wie ich will, ohne zuzunehmen. Genau darum geht es uns auf energywise, dir ein gesundes, besseres Leben zu vermitteln. Ein Leben voller Energie und Gesundheit.

Wie geht es für dich weiter?

Wie wäre es mit einem Leben, indem du dir keine Gedanken über dein Gewicht, Krankheiten oder das Zählen von Kalorien machen musst? Es ist so einfach ein gesundes, glückliches Leben zu führen und wir wollen dir genau zeigen, wie das geht!

Aus eigener Erfahrung wissen wir, alleine kann der Weg schwierig sein. Manchmal brauchen wir jemanden der uns unterstützt und uns wieder den richtigen Weg weist. Genau das möchten wir dir geben. Wir möchten, dass du die beste Version deiner Selbst wirst. Dass du fit, gesund, voller Energie bist und dein Leben genießen kannst!

Damit du nicht die gleichen Fehler machst wie wir, wollen wir dir vom Herzen gerne helfen. Deswegen bieten wir dir ein 1:1 Coaching, da wir wissen, gemeinsam ist es leichter als alleine. Klicke hier um eine Coaching Stunde mit Christina zu buchen.

Alles Liebe,

Chris & Vince