3 Gute Gründe warum Kokosblütenzucker Gesund ist

Ist Kokosblütenzucker gesund? Kokosblütenzucker ist – wenn man so will – der neue Stern am Himmel der Zuckeralternativen. Kokosblütenzucker enthält viele Vitamine und Nährstoffe. Außerdem hat er einen niedrigeren glykämischen Index als der weiße Kristallzucker. In diesem Artikel erfährst du mehr über Kokosblütenzucker und ob er gesund für dich ist.

Woher kommt Kokosblütenzucker?

In der Regel stammt der Kokosblütenzucker aus Asien, genauer gesagt von den Philippinen, den Inseln des Indischen Ozeans, Thailand oder Indonesien. Dort wird er aus den bis zu 1,70 Meter langen Blüten der Kokospalme gewonnen.

Normalerweise wird Kokosblütenzucker immer von der gleichen Kokospalme abgeerntet. Ein großer Pluspunkt ist: Pestizide und künstliche Dünger kommen nicht zum Einsatz, da diese sich die Kleinbauern gar nicht leisten können. Gedüngt wird normalerweise mit Kokosnussschalen und Palmwedeln also sehr nachhaltig und umweltfreundlich.

Wie wird Kokosblütenzucker hergestellt?

Die Herstellung des Kokosblütenzuckers ist allerdings etwas kompliziert. Die Bauern schneiden zunächst die Kokosblüten an, damit der Saft, aus dem anschließend der Zucker gewonnen wird, austreten kann.

Dieser Saft wird anschließend eingekocht, und nachdem er getrocknet ist, in Handarbeit zu feinem Kokosblütenzucker zermahlen.

Welche Nährwerte hat Kokosblütenzucker?

Kokosblütenzucker schmeckt allerdings nicht, wie vielleicht der Name vermuten lässt, nach Kokos. Geschmacklich hat er eher eine dezente Vanille- oder Karamellnote.
Doch wie sieht es eigentlich mit den Nährwerten aus?

Kokosblütenzucker hat etwa 376 Kalorien pro 100 Gramm. Normaler Haushaltszucker hat im Vergleich dazu etwa 405 Kalorien pro 100 Gramm.

Allerdings hat Kokosblütenzucker einen wesentlich geringeren Fruktoseanteil, der ja als Dickmacher gilt. Der Zucker aus Kokosblüten enthält hauptsächlich Sukrose (etwa 70 % – 79 %). Der Glukose und Fruktoseanteil liegt bei lediglich 3 % – 9 %.

Das ist aber nicht der einzige Grund, warum Kokosblütenzucker vergleichsweise gesünder ist, als der normale weiße Zucker. Ein weiterer Punkt, der für ihn spricht, ist der extrem niedrige glykämische Index. Das heißt, er lässt den Blutzuckerspiegel nicht so stark ansteigen wie herkömmlicher Zucker.

Hier ist eine Übersicht der Nährwerte von Kokosblütenzucker, im Vergleich zu anderen gängigen Zuckersorten.

ZuckerartKalorien pro 100gGlykämischer Index
Kokosblütenzucker40035
Vollrohrzucker39935
Brauner Zucker38765
Weißer Zucker38765
Fruktose39025
Reissirup32798

Schauen wir uns nun genauer an, warum Kokosblütenzucker gesund ist.

3 Gründe warum Kokosblütenzucker gesund ist

# 1. Kokosblütenzucker macht länger satt

Bestimmt hat jeder von uns schon einmal das Phänomen erlebt, dass man nach dem Essen in einem Fast-Food-Restaurant oder nach einem süßen Stückchen vom Bäcker eben noch pappsatt war, und innerhalb von Sekunden auf einmal wieder einen Bärenhunger hat.

Das liegt daran, dass gerade in solchen Nahrungsmitteln zum Teil extrem viel Zucker enthalten ist, sie also einen hohen glykämischen Index haben. Dieser lässt den Blutzuckerspiegel nach oben schnellen.

Genauso schnell geht dieser aber wieder in den Keller, und man hat dann eben wieder Hunger. Kokosblütenzucker sättigt also durch seinen niedrigeren glykämischen Index länger. Was übrigens bei einer Diät äußerst hilfreich sein.

# 2. Kokosblütenzucker kann das Risiko für Diabetes reduzieren

Kokosblütenzucker dazu beitragen, das Risiko für Diabetes beziehungsweise Insulinresistenz zu minimieren. Allerdings sollten Diabetiker trotzdem immer auf ihren Blutzuckerspiegel achten, wenn sie diese Art von Zuckerersatz verwenden.

Bei der Entstehung von Diabetes spielt besonders die Ernährung eine wichtige Rolle. Vor allem fettige Produkte wie Fleisch, Milch, Eier oder Käse tragen zur Entstehung bei.

Die in tierischen Produkten enthaltenen gesättigten Fette verstopfen regelrecht die Insulinrezeptoren, sodass der Blutzuckerspiegel nicht mehr abgebaut werden kann. Deswegen ist es empfehlenswert mit Diabetes möglichst auf fettige und tierische Produkte zu verzichten und insgesamt mehr gesunde, pflanzliche Lebensmittel zu essen.

Was auch sehr interessant ist: Im Gegensatz zum weißen Zucker oder braunen Rohrzucker verursacht Kokosblütenzucker kein Karies. Greift man also konsequent auf diese Alternative beim Süßen zurück, kann man sich vielleicht das eine oder andere Loch im Zahn ersparen.

Durch seine schonende Verarbeitung enthält Kokosblütenzucker außerdem viele gesunde Inhaltsstoffe.

#3 Kokosblütenzucker ist reich an gesunden Inhaltsstoffen

Kokosblütenzucker enthält besonders im Vergleich zu herkömmlichen Zuckeralternativen jede Menge gesunde Inhaltsstoffe. Hier findest du eine Übersicht, der in Kokosblütenzucker enthaltenen Mineralstoffe, Aminosäuren und Vitamine.

Mineralstoffe IN KOKOSBLÜTENZUCKER

Mineralstoffe kann der Körper in der Regel nicht selbst produzieren und sie müssen deswegen von außen über die Nahrung zugeführt werden. Mineralstoffe wirken beispielsweise blutdrucksenkend oder positiv auf den Stoffwechsel. Kokosblütenzucker enthält unter anderem Kalzium, Magnesium, Phosphor und Eisen.

Außerdem enthält Kokosblütenzucker eine nicht zu verachtende Menge an Inulin. Dieser Ballaststoff soll dafür sorgen, dass erhöhte Mengen von Calcium und Magnesium aufgenommen werden können.

Zudem soll Inulin eine positive Wirkung auf den Darm haben. Eine gesunde Darmflora wiederum sorgt für ein funktionierendes Immunsystem. Inulin gilt außerdem als „Brainfood.“ Unser Gehirn verbraucht nämlich täglich einen nicht zu verachtenden Anteil an Energie.

Aminosäuren IN KOKOSBLÜTENZUCKER

Aminosäuren sind für unglaublich viele Prozesse in unserem Körper verantwortlich und erfüllen lebenswichtige Funktionen.

In Kokosblütenzucker findet man insgesamt 16 Aminosäuren, wie beispielsweise Arginin und Histidin. Ganz besonders hoch ist allerdings der Glutamingehalt. Diese Aminosäure ist zum Beispiel an wichtigen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt.

Vitamine In kokosblütenzucker

Außerdem findet man in Kokosblütenzucker, was wahrscheinlich keiner vermutet hat, sehr viele Vitamine wie Folsäure, Thiamin (Vitamin B1), Cholin (Vitamin B4), Pantothensäure (Vitamin B5) und Riboflavin (Vitamin B2).

Diese Vitamine sind beispielsweise dafür zuständig, dass unser Körper die Kohlehydrate, die wir mit der Nahrung aufnehmen, auch in Energie umwandeln kann.

Verwendung von Kokosblütenzucker

Manchmal bleibt es einfach nicht aus, dass man bestimmte Lebensmittel süßen muss, da diese sonst ungenießbar werden. Das Schöne am Kokosblütenzucker ist, dass er 1 : 1 so verwendet werden kann wie normaler Haushaltszucker.

Lediglich beim Backen sollte man etwas mehr Zeit zum Rühren einplanen, da Kokosblütenzucker dazu neigt zu klumpen. Aufgrund seines leichten Karamellgeschmacks ist Kokosblütenzucker übrigens der ideale Ersatz für braunen Rohrzucker.

Allerdings sollte man beim Kauf auf die Reinheit achten. Denn Kokosblütenzucker wird ganz gerne mal mit anderen Zuckern gestreckt.

Fazit:

Kokosblütenzucker kann tatsächlich eine gesündere Alternative zu herkömmlichen Rohrzucker beziehungsweise weißem Industriezucker sein. Auch der Anbau kann durchaus nachhaltig erfolgen, denn eine Kokospalme kann etwa 70 Jahre abgeerntet werden.

Es müssen also nicht ständig neue Bäume gepflanzt werden. Achtet man also noch auf Fair Trade, kann man eigentlich gar nichts falsch machen. Das einzige, was man vielleicht kritisch betrachten sollte, sind die langen Transportwege.

Eine andere beliebte Alternative zu Kristallzucker ist Vollrohrzucker. Vollrohrzucker weist ebenfalls viele Mineralstoffe. Klicke hier um mehr über Vollrohrzucker zu erfahren.

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